Um Bruches Willen

Von Jan Engelhardt; Illustration: Franziska Martin

RingRing – RingRing.

Sehr wahrscheinlich nicht zum ersten Mal bis das RingRing meine Gehörgänge erreicht und mein Gehirn den Ruhezustand verlässt. Es ist der erste Umbruch, den ich an diesem Tag erleben darf.

Hochfahren. Akkuladestand circa 85%. Angezeigt wird hundert. Vor einem Jahr waren es sehr wahrscheinlich noch 95%. Angezeigt wurden auch damals schon hundert. Halbnackt und jetzt ohne Decke kriecht die Kälte über meine Brustwarzen und verfängt sich im leicht straubigen Schwarzhaar der Brust, bis sie weiter in meinen Nacken zieht. Der RingRing-Sound ist nur angelehnt und genau so unangenehm wie das Original. Dennoch ohne Uhrwerk und Blech und Schlägel wie der des alten Heidiweckers, der bereits seit Längerem auf der Kommode steht und in Ruhe-ohne-Zustand gegangen ist. Das Tick i Tack a la Kurzpassspiel der Sekundenzeiger. Zeit muss ja zwangsläufig Angriff bedeuten. Und damit ich angreifen kann, brauche ich Geräte, die mehr können als aufwecken. Die Steinzeit braucht kein Mensch. Sie ist zum eigenen Erbrechen in Bücher gehämmert und das passende Bärenfell hat man sich auch ohne Speer und Nacktheit angelegt. Nur die Art, von der wir… also ich spreche, ist eine Andere. Mehr bärenstarke Wärme für mich, weniger feingeistiger Gegenwind. Meine Geräte können das. Dabei lässt die Trennung vom Menschentier – von Mensch und Tier – erahnen, welch großartiges Ausmaß Umbrüche für sich beanspruchen. Heute fangen sich frühe Vögel Würmer ein und fragen sich noch, wieso sie beim Tierarzt gelandet sind. Was die Zeit gelassen hat, sind dicke Brusthaare, die nichts nützen. „Herr Doktor, können Sie das richten?“ „Nein, Herr Hasselbach. Da hilft nur amputieren.“ Schnipp war das Entlein ganz allein Mensch. Und das Tier? Das stand da so, hilflos mit dem Instinkt in der Gesäßtasche und den Emotionen im Hoden, vor riesigen Kuhmilchglocken.

RingRing.

Ganz vergessen, dass ich jemanden aufwecken wollte.

Ring!

Schließlich führe ich keine Beziehung mit einem Tier!

Das Ringen hat ein Ende.

Ich ziehe Ladekabel eins und Ladekabel zwei aus der Sechser-Steckdosenleiste, welche direkt neben mir thront und nach dem Klick des Umschalters nicht mehr leuchtet. Meine beiden Kollegen, mit denen ich jetzt jeden Morgen aufstehe, landen zum einen, in meiner riesigen Jogginghosentasche, und zum anderen, unter meiner linken Achsel mit Haar. Ich schrecke kurz auf und drehe das Tablet und dessen Hülle, in der das Tablet nicht verhüllt ist, um 180 Grad, sodass das Tablet an die Innenseite meines Oberarms gepresst wird und die schwarze Schaumweichgummistoffhülle meine linke Flanke der oberen Rippen berührt. Mein Torso ist empfindlicher als mein Oberarm.

Sicher bin ich nun nicht, ob das eine neue Erkenntnis ist. Umso deutlicher wird aber dabei, wie nahe mir zwei technische Geräte stehen. Und die beiden liegen jetzt eben auch schon gute 2 ½ Jahre jeden Morgen neben mir im Bett und begrüßen mich, Entschuldigung, sie weckern mich an. Doch versteh ich was von Empathie – streichel, streichel, wisch, wisch, Nippel ertasten, drück, touch, touch und es herrscht Ruhe für fünf Minuten mehr Snooze in meinem Schädel. Also, auf dass wir uns falsch verstehen.

Da ist nicht die Rede von Beziehungen, oder doch? Ich meine Beziehungen im klassischen Sinne. Also, wenn man das
jetzt genau nimmt, müsste ich doch etwas weiter ausholen, denn klassische Beziehungen, so meint der ein oder andere Anfang-Mitte-Ende des Lebens neben sich Stehende, gibt es ja in der Form nicht mehr. Und weiter geht auch jeder, der das meint, von einer sehr wahrscheinlich anderen Form von Beziehung aus. Da spielen ja schon Erziehung der Eltern und eben deren Gepflogenheiten mit rein. Ob man sich jetzt zur Guten Nacht ein Kuss auf die Stirn, die Wange und oder den Mund gibt, oder, ob der Rückenklopfer ausreichen soll. Diese Erkenntnis ist weitgeläufig. Zumindest bis zu diesem Punkt Beziehungen. Ein Klischeeklassiker sozusagen. Traub Stocken. Und glauben Sie mir, umso klassischer die Beziehung, desto weniger werden Sie später den alten Hut vermissen.

Wir, also Sie (und ich), sprechen von der Generation der Beziehungsunfähigen. Wobei eigentlich nur der Begriff selbst für Unfähigkeit spricht. Und Sie, also wir, ja auch ich, haben mittlerweile eine Welle der Gegenbewegungen gelesen und getreten, die sich nun nicht mehr auf diesen Ausreden ausruhen will, sondern wirklich mal Tacheles sprechen möchte mit der Beziehung, mit der Freundschaft und im wesentlich besten Falle mit der Person, die es betrifft, wenn es nicht mehr läuft, oder wenn es noch nie so richtig gelaufen ist – die alte Kuh.

Mein lieber Schwan, denken Sie – bei aller Liebe zur Klassik, denke ich und meine damit nicht die unfähigen Bezieher. Vielleicht sind die Barocken unterwegs und tüfteln etwas aus. Eine neue Blüte zum Beispiel.

Aber auch der Ochs vorm Berch muss zwangsläufig erkennen, dass die Beziehung heute, wenn überhaupt noch, im klassischen Sinne läuft. Entweder direkt in die Sackgasse oder über Umwege ins Dilemma. Pessimist, hör ich es bis hinter den Biomüll, der im Flur parkt, riechen. Die Statistikennummer erspare ich mir und Ihnen. Das bringt nichts – zu viele Fakenews.

Wer will schon beweisen, dass ich richtig liege, wenn ich behaupte: Niemand kann sich mehr sicher sein, egal ob es sich um Fremdgehen, Fremdverstehen oder Fremdschämen handelt. Das Geschehen spielt, wie allgemein bekannt, hinter den Kulissen. Selbst wenn der Postbote Ihre Klingel benutzt, heißt das nicht, dass er das tut, weil Sie ein Päckchen erwartet. Er klingelt nur, weil Sie im zweiten und nicht wie der Empfänger im vierten Stockwerk zuhause sind. Beziehungen sind auch für den Briefträger wichtig – ein Stückwerk im Stockwerk sozusagen.

Und hinter dem Postschlitz stehe ich, oder Sie, wie man will, und meine mich, also mein Auge lugt währenddessen durch den Türspion. So kann ich eventuell beobachten, ob das Paket nun zu mir will oder objektiv betrachtet auf halber Strecke bei Frau L. liegen bleibt. Viel können wir da draußen nicht erkennen. Der Spion ist schmutzig und sein Objektiv eher eine Art Milchglasartefakt. Deshalb sind diese subjektiven Eindrücke echte Wahrnehmungen, Dinge, die man erwartet, mit denen man rechnen kann oder, wie im Beziehungsfall als Gänsehaut oder Klos im Hals beschrieben, wesentlich treffsicherer, kompakter, methodischer, wirkungsvoller, ja gerade deshalb umso wichtiger.

Genau wie die Einbahnstraße der Romanze, die es mit mir und mit Ihnen, so richtig gemeinsam, bis in den 16ten Stock geschafft hat. Fahrstuhl kaputt. Die Beziehung danach auch. Entkoppeln. Verbindung deaktivieren. Löschen. Flugzeugmodus. Leck mich – und die Beziehung, im klassischen Sinne, läuft nur noch weg und steht ab morgen, wenn die Sonne doch wieder weit oben zwischen Luft und rein gar nichts vor sich hin prangert, für Entity-Relationship-Modell oder eben für Relation, sagt Wikipedia.

Relation (lateinisch relatio „das Zurücktragen“) steht im engen Zusammenhang mit den Begriffen Struktur und System, sagt Wiki-wer-will-es-wissen-Pedia.

Und man meint zu glauben, dass da noch viele weitere Begrifflichkeiten zu Buche stehen auf Wiki-will-doch-gar-nicht-alles-wissen-Pedia. Denn wenn wir ehrlich sind, wollen nicht nur Menschen Beziehungen führen oder haben, nein, auch Geschäfte wollen das und ebenso Bakterien. Von Geobiologen bis Syntaktik. Von Psychophysikern bis Inzesttabus – sie alle hätten gerne eine Beziehung – oder stehen sie zu ihrer Beziehung? Zumindest pflegen sie sie alle gleichermaßen. Warum wir die Verbindung für einen Umbruch gebrauchen?

Geben Sie mir noch ein paar Zeilenumbrüche.

Das Tablet landet auf dem Küchentisch und bewacht den fast aufkochenden Kaffee. Währenddessen spielt es Radio. Mein Handy geht mit mir ins Bad. Es läuft zwar auch Radio darauf, dabei steht es mir, in der Hierarchie beider Gerätschaften, deutlich näher als das Täb. Dafür gibt es zwei Gründe: Ich besitze das Handy  wesentlich länger und halte häufiger Händchen mit ihm. Vertrauen ist wichtig. Zweitens ist es entweder immer in der Innentasche meiner Jacke, also an meinem Herzen, oder in der Hosentasche nahe dem Geschlechtsteil. Pronomen ER. Also ich. Pronomen ES die andern beiden. Und jetzt ist das Handy also mit mir im Badezimmer. Morgenwäsche. Pinköln. Zähneputzen. Mein Handy kennt jede Redewendung, jegliche Auseinandersetzung, jedes Gespräch, jede noch so inhaltslose(n) Nachrichten, die ein- oder ausgehen, per Mail, per Gespräch, per Short-Message-Service (SMS) oder Telegramm. Die hätten das ruhig MS nennen dürfen. Short war in dieser Hinsicht schon immer überfordernd für mich. Aber naja.

Es kennt also meine Stärken und meine Schwächen, meine Eindrücke und Ideen, es weiß von allen Beziehungen zu den Kontakten in meinem Telefonbuch. Solange der Speicher nicht belegt ist, kann es sich auch an alles Geschriebene, Gesagte, Fotografierte oder Gefilmte erinnern. Rein theoretisch kann es sich sogar an alle gelöschten, in den Papierkorb verschobenen Daten zurückentsinnen, denn theoretisch bedeutet Löschen in digitaler Form nichts Unwiederbringliches.

Deshalb stellt man seinen alten PC (Personal Computer) auch nicht mit allem Inhalt, also der Festplatte, auf die Straße oder vertickt ihn bei Kleinanzeigen. Was für eine leidenschaftliche Beziehung. Dabei ist mir der Begriff so fremd, wie meine letzte Freundin. Starke Verbindung, Kurt. Wirklich! Zurück in die Kochnische mit dir, also mit mir. Umbruch ist, wenn aus Margarine und Butter Kaergarden wird. Immer streichzart, wenn du willst gesalzen plus 10% gratis aber 95% schneller leer. Ich trinke meinen Kaffee und schmeiß das leere ex-Butter-post-Magerine-Behältnis in den Flowerpower-Mülleimer. Zum Glück habe ich noch Kuh-Milch. Aber auch hier sind Vanille-Soja und Haferdrink schwer auf dem Vormarsch. Und wenn jemand sagt, diese Vanillesache sei ’ne Feine, dann schlucken wir das gerne, auch wenn wie bei Cola sechs Grämmer Zucker auf ’nem Liter drin sind. Sehr wahrscheinlich natürlicher Zucker, ganz besonders gesunder Zucker und weniger gefährlich. Oder, sagen wir einfach, ohne Blut in der heroischen Zuckerhistorie. Und mir ist deshalb auch ganz klar, wieso ich mit dem Tablet nur eine Freundschaft Plus pflege. Schlechte Performance hier und da. Langsamer Aufbau. Die Bluetooth-Tastatur ist mit Nähe überfordert. Funktioniert sie doch besser, wenn Tab und ich ohne Bluetooth-Tastatur auf dem Balkon sitzen, als darüber gebeugt inklusive physischem Kontakt. Sinn macht das nicht. Vielleicht ein Überbleibsel menschlicher Eigenschaften. Grund genug, einen Bruch herbeizuführen.

Eigentlich hätte ich es längst verkaufen müssen, aber die Geschäftsbeziehungen sind bei Plattformen wie Ebay-Kleinanzeigen sozusagen verkümmert (Slash-minus-Bindestrich) ausgestorben. Und die Roboter, die dort Preise anfragen, beziehungsweise ohne Frage und Zeichen, eine Ziffernfolge als Nachricht versenden, haben mich letztlich davon abgehalten, weitere Beziehungen mit Menschen auf Verkaufsebene zu führen. Natürlich auch wegen der Endlosmaterie – dem ewigen Speichergedächtnisproblem. Aus einem Tab lässt sich die Festplatte nicht einfach so ausstecken. Ich werde das Gerät meiner Mutter zu Weihnachten schenken. Dort steht die Performance in guter Relation und das Wissen um theoretisch endlose Speichereinheiten dazu in überhaupt keiner.

Als ich einmal 15 Jahre alt war, gebettet im Nest der klassischen Familie, lernte ich meine, damals noch in Zukunft, heute immer noch gegenwärtige, aber nicht mehr bestehende, über sieben lange Jahre festhaltende Liebesbeziehung kennen. Man beschenkte sich. Man bedankte sich. Man schmerzte sich. Man trennte sich. Beäugte und beengte sich noch ein bisschen und verliebte sich neu bzw. anders. Also von einem Abend zum Nächsten. Überschaubar.

Wenn ich meinem Handyvertrag heutzutage eine vier Gigabyte-Flatrate schenke, bedankt es sich nicht, aber es arbeitet. Für mich in erster Linie. Also daran will ich zumindest glauben. Der Dank ist YouTube auf dem Rad – vier Gigabyte lang. Wie viele Kilometer sind das? Egal, hauptsache laut und bis zum Ende, danach ist nicht nur die Verbindung eine Schildkröte, sondern auch mein Tritt. Beziehung gescheitert? Fehlanzeige!

Und davon gibt es auch einige auf dem Display, aber im Gegensatz zu meiner sieben-lange-Jahre-Freundin kann ich die Anzeige einfach weg ixen und das Surfin-Surfin-Feeling neu aufladen. Oder dann doch kündigen und das alte Modell gegen ein besseres eintauschen. Schmerzen? Schon wieder Fehlanzeige! Na gut, eventuell ein bisschen Error ergo Ärger wegen der dreistelligen Euroziffer hinter dem feschen Design. Wo wir beim Geld angelangt wären, aber das streichen wir gleich wieder oder der Zaungast macht das. Denn einen Umbruch in Sachen Zahlungsmittel – also scheinlos leben – das kommt weit hinter einer Utopie.

Wem soll ich denn nun einen Vorwurf machen? Beginnen wir doch mal beim Sie, denn wenn Sie mich kennenlernen würden, wüssten Sie, dass mir früher nichts lieber als Du war. Sie kommen mir nicht in die Tüte! – Du kommst am besten gleich mit zu mir!!! – Aber vorher muss ich noch in die Universität und den Professor Doktor beim Namen nennen. Sehr wahrscheinlich beim herzlichen Vornamen. Für Sie immer noch Kurt! Ich dachte, der Anspruch an die Karriereleiter wäre der Titel? Und bevor wir nun ins Bett springen mit der geduzten Professur und der verschmusten Siezieljanerin muss ich noch schnell die Welt retten. Lang, hart, ausdauernd und zu 75% unbezahlt. So wie man sich das wünscht. So wie ich mir das wünsche. Aber das ist kein Problem, denn wir lieben die Kombination Gut und Günstig sowie den gipfelnden Höhepunkt aller mir bekannten Beziehungscharakteristika: die real,- Fleischwurst-Werbung kreiert von Mensch für Mensch mit den fast eins zu eins Akkorden von José González mit dem Track Heartbeats.

Haben Sie den Fehler gefunden?

Ein Lebensmittelresteprodukt geringster Qualität, der Wurstabfall in Form von etwas im Ursprung Fleischlichem einer Ex-Tierware (Schrägstrich) tierisches Lebewesen, das wir gerne mit Senf und Brötchen zum Frühstück verputzen, wird für nen Spottpreis oder Sportspreis und den besten Grüßen auf ein Lied produziert, das den Verstand als eine Rasierklinge zeichnet. Herr González, könnten Sie Rasierklinge durch Fleischermesser ersetzen? System wird aktualisiert. Danke! So werden wir auch weiterhin derbe, grobe Stückchen zu Liebesliedern mampfen und zusehen, wie die Sensibilität und das Verhältnis von Beziehungen dahin verdaut. Letztlich sind meine Lorbeeren ihr Verständnis und die Aufmerksamkeit Ihrerseits, die bei der Länge meiner Aufsätze für Umbruch sorgen werden.

Liebe Lesegewohnheit, zum Glück muss ich nur schreiben. Außerdem ist der Kaffee zu Ende getrunken und mein Handy piepst mich zur Haustür. Termine! Dafür freundlich geduzt von meinem Kalender. Das kann ich einstellen. Wir sind vertraut. Mein Handy und ich. Mit den Menschen hinter, oder sollte ich sagen vor dem Fußabtreter bleib ich lieber distanziert. Auch beim Fluchen von Fahrrad zu Auto auf dem Weg zur S-Bahn. Sie Spasst, Alter!

Politisch korrekt ist das nicht, aber kennen Sie die drei K(aas) am Morgen? Das stammt aus Zeiten. Ach, Herr Jesus Christus, wem erzähl ich das. Kaffee, Kippe, Kacken und mein Handy kommt mit. Egal wohin. Denn es hat keine Nase. Nur Ohren und das birgt weniger Gefahr als Vorteil. „Es kann mich nicht riechen“ bekommt eine grundsätzlich andere Bedeutung.

Ich komme darauf, weil die S-Bahn um 6.30 Uhr keinen Platz lässt für Neutralität, zumindest was den Geruch anbelangt. Die Nasenfunktion ist mir bis jetzt geblieben – eben – bis jetzt. Gegen den eigenen Körpergeruch oder den der Anderen gibt es noch kein sicheres Entfernen der Hardware.  Die zwei dreijährigen Kinder erklimmen mit ihrem Geschrei und Geheule alle Ohrengipfel. Plug in – plug out. Doch die Gesichter der Erwachsenen bleiben unberührt. Die beschäftigen sich weiter mit Ihren Partnern – fleißiges Downloaden im Rauschhaus des Nahverkehrs. Die Vorstellung endet. Das Kindertheater schließt und damit auch ein ehrlicher Ausdruck im Schweigewaggon der unwirklichen Beziehungen. Ich denke diesmal an Kaffee, Kuchen, keine Ahnung.

Mein Lehrmeister sagt immer: Die steilen Thesen stehn am Schluss. Der Kicker meint: Jedes Spiel hat 90 Minuten und in der Konstellation muss ich nicht mehr verraten. Reine Urstoffphilosophie. Umbruch steht auf der Kippe und zwischen den Stühlen. Umbruch kann links oder rechts aber auch hoch und runter. Die Geschwister Aufbruch, Abbruch, Einbruch helfen gerne. Und besonders letzterer ist nicht nur äußerlicher Eingriff. Man kann mit dem Umbruch einen Einbruch verhindern, indem man auf Abbruch klickt, um mit viel Mut zur Freude einen Aufbruch zu gestalten. Ein Aufbruch für den Umbruch – eben – um Bruches Willen!

ZigZag-03

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